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Wüstenzeiten

Ansprachen

Wüstenzeiten in unserem Leben sind negative Erfahrungen und können Christen vom Glauben wegtreiben. Die Wüste sieht für jeden von uns anders aus. Leid, Trauer, Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Geschäftsaufgabe. Der Verlust von Eigenheim oder materiellen Gütern, können die mühsam aufgebaute, nach außen scheinbar „heile Welt“ ins Wanken oder sogar zum Einsturz bringen. Dies sind Wüstenzeiten in unserem Leben. Unsere Gesellschaft ist geprägt von Leistung, Erfolg und Anerkennung. Es sind Faktoren geworden, die Sicherheit verheißen. Scheitern verboten, so könnte man es auch nennen.  Wenn die Realität aber in den Alltag einbricht, Träume und Wünsche sich nicht erfüllen, kann dies zu Versagensängsten, Depression und Ziellosigkeit führen. Wo finde ich dann Halt?

In den Sprüchen der Bibel im Kapitel 3, 5-6 spricht Gott: „Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Wege!“

Als ich Gott noch nicht vertraute und auf dem Fundament des Erfolges stand, hätte mich so eine Krise fast überrollt. In dieser Situation fand ich im Buch Jeremia einen Bibelvers, der mich besonders ansprach. Im Kapitel 17, die Verse 7-8: „Gesegnet sei der Mensch, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist. Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf Frucht zu tragen.“

Eine Zusage Gottes, Ihm zu vertrauen, trotz der Schwierigkeiten. Geht das denn? Ich erkannte, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Sehe ich auf meine Situation und bleibe in der Wüste oder vertraue ich auf Gottes Zusage in seinem Wort und seine Hilfe.

Die Verse des Propheten Jeremia zeigen, dass es besser ist in Wüstenzeiten das Vertrauen auf Gott nicht wegzuwerfen, sondern wie ein Kind vertrauensvoll die Hand des Vaters im Himmel zu ergreifen und seinem Wort zu vertrauen. 

Doch wenn plötzlich ein Schicksalsschlag droht, suchen wir dann gleich die Nähe Gottes und seine Hilfe oder suchen wir Trost und Hilfe in der Welt?

Im Psalm 50,15 spricht Gott: Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten.

Ich habe dem Wort Gottes vertraut und ihn angerufen und durfte erfahren, dass wir mit Gottes Hilfe rechnen können. Der wahre Wert des Lebens liegt nicht indem wofür uns Menschen Beifall geben, nicht im weltlichen Glanz, Erfolg und ihren Versprechungen.  Der wahre Wert des  Lebens liegt in etwas viel Wichtigerem als die Welt bieten kann und zwar im Wort Gottes. Im Neuen Testament im Matthäus Evang. Kapitel 11, VV28-29 spricht Jesus, der uns von Gott offenbarte Sohn, ermutigende Worte:

„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.“

Wer Gott vertraut wird Frieden und Sicherheit für sein Leben erfahren. So seine Zusage. Vertrauensvoll legte ich meine Situation nun in seine Hände. Ich ließ meine Wüstenmentalität los, mein Schmerz, mein Leid, mein Versagen.  An seiner Hand gelang es die Wüste schrittweise zu verlassen. So kann ich heute mit den Worten des Psalmist aus Psalm 31, VV 8-9 –dankbar sagen: „Ich bin glücklich, dass du so gut zu mir bist. Du hast meine Not gesehen und erkannt, wie verzweifelt ich war und hast mir  Raum zum Leben verschafft.